7. August 2020
Negative Gedanken loswerden

Mach Dich frei von negativen Gedanken

Negative Gedanken ziehen dich morgens beim Aufwachen schon direkt in das Tal, das sich dann über den ganzen Tag verteilen wird. Eine betrübte Stimmung ist permanent anwesend. Zwei Szenarien sind meist ausschlaggebend für diese Tiefs:

1. entweder lässt sich im ersten Moment nichtmal ein konkreter Grund dafür finden. Es ist einfach alles Sch…e gerade. Denkt man darüber nach, warum man sich in diesem Moment so mies fühlt, findet man in der Regel drei vier Gründe, die man beiläufig aufzählen kann. Sie fühlen sich aber nicht wie ein ganz bestimmter Auslöser an. Viel mehr ist die Grundstimmung einfach am Boden.

2. oder es hat wirklich ein konkretes Ereignis stattgefunden, das dich furchtbar belastet, weil es eine Veränderung in deinem Leben bewirkt, mit der Du nicht fertig wirst. Die Lösungssuche für dieses Problem in Deinem Leben ist der Grund für die negativen Gedanken direkt am Morgen. Schlafstörungen, Schweißausbrüche in der Nacht, ein permanenter Zustand der Angespanntheit sind immer häufiger der Fall. Wichtig ist, hier ganz klar Unterscheiden zu können im Vergleich zu Punkt 1 eben, denn es sind zwei absolut unterschiedliche Herangehensweisen nötig, um Besserung zu schaffen. In diesem zweiten Fall ist dringend Redebedarf gegeben und Hilfe gefragt! Bitte wende dich hierfür an eine Person deines Vertrauens, um Dinge gemeinsam wieder gerade zu rücken.

Ursachenforschung für negative Gedanken ( zu Punkt 1 )

Die Ursache für negative Gedanken, also der Auslöser an sich, ist häufig Unzufriedenheit oder Angst in einem oder mehreren Lebensbereichen. Je größer einer der beiden Faktoren wird, desto stärker wird die Emotion dazu, desto mehr Kraft erhalten negative Gedanken. Dessen muss man sich bewusst sein, denn nur dort kann man ansetzen, um diesem Teufelskreis ein Ende zu setzen. Das Leben kann so schön sein, und eine schlechte, traurige, wütende Stimmung ist eine Verschwendung wertvoller Lebenszeit. Es sind destruktive Emotionen.

Warum fühle ich mich so mies?

Diese Frage gilt es als aller allererstes zu beantworten, und zwar auf eine Art und Weise, mit der du dir selbst beweist, dass du es dir wert bist, dein Leben aktiv glücklicher zu gestalten. Denkst Du einfach nur über die Situation nach ( das Grübeln wird zur Endlosschleife ), findet viel negative Gedankenarbeit an dem Problem in Deinem Kopf statt. Er wird müde, Trägheit hält Einzug. Eine bessere Möglichkeit ist, dir selbst zu zeigen, dass du es dir wert bist, dafür zu sorgen, dass es dir besser geht. Das ist nicht viel schwerer oder aufwendiger. Die Gedankenarbeit aktiv und positiv zu gestalten, ein Umdenken einzulenken, um Ursachen für diese trübe Stimmung zu finden, ist auch ein ins Tun kommen für sich selbst. Und für alle, die sich selbst nicht so viel Gutes gönnen:

Aktiv für sich und sein eigenes Wohlbefinden zu handeln hat nichts mit Egoismus zu tun.

Herauszufinden was in dir los ist, warum du so bedrückt aufwachst, ist der einzige Weg, nachhaltig für Besserung zu sorgen. Es gibt immer mehrere Faktoren, die für negative Gedanken sorgen können, oder die quasi in Kombination erst für deine Stimmung verantwortlich sind. Dasselbe passiert bei der Meinungsbildung. Ein Faktor allein ist vielleicht gar nicht schlimm. Sind aber negative Gedanken immer wieder da, spielen vielleicht mehrere Faktoren zusammen.

Errichte eine Kinoleinwand in deinem Kopf

Das hört sich erst einmal total bescheuert an. Lass mich dir aber einmal kurz erklären, worum es geht. Lieb zu sich selbst zu sein, liebevoll mit sich selbst umzugehen, muss man erst lernen, denn beigebracht wurde es den wenigsten von uns in der Kindheit. Da hörte man Sätze, die doch eher in Richtung „Reiß’ Dich zusammen!“ gingen. Das hat nichts mit lieb sein zu sich selbst zu tun, sondern eher mit der Vorbereitung auf die Härte des Lebens, was zweifellos ein Elterninstinkt ist.

Im Laufe des Lebens kommt man aber irgendwann an genau diesen Punkt, an dem man nicht mehr aus diesen negativen Emotionen herausfindet, und sich die Frage stellt: Warum geht es mir so? Warum fliegen mir nur noch negative Dinge durch den Kopf? Warum ist meine Stimmung nur noch am Boden?

Die Kinoleinwand in deinem Kopf kann für Aufklärung sorgen!

Sie dient dazu, dir genau vor Augen zu führen, was in deinem Oberstübchen eigentlich los ist. Für mich war dieser Trick der absolut entscheidende Punkt, mit dem ich in eine ganz andere Denkweise gefunden habe. Achtsamkeit ist hier eine große Überschrift, die aber häufig nicht richtig angewendet wird. Achtsamkeit bedeutet nämlich auch, auf sich selbst zu achten, nicht nur auf die Umstände, die Umgebung oder Menschen um dich herum.

Achte auf deine Gedanken

Lass mal deinen Gedanken freien Lauf, und versuche sie dir anzuschauen wie auf einer Kinoleinwand in deinem Kopf. Stell’ dir solch eine Leinwand mit laufender Schrift mal vor deinem geistigen Auge vor, wenn du deine Augen schließt. Einfach mal die Augen zu, und alle Gedanken, die jetzt folgen, auf der Leinwand anschauen. Lass sie wie eine fette Überschrift eines neuen Kinofilms auf der Leinwand ablaufen – und lies aufmerksam mit!

Die ersten paar Minuten wirst du dir ein bisschen blöd vorkommen. Nimmst du die Sache aber ernst, hast du ein Werkzeug gefunden, mit dem du prüfen kannst, was in dir vorgeht.

Nutze dieses Werkzeug gegen negative Gedanken

Sobald dir die Leinwand in deinem Kopf vertraut ist, stelle dir selbst Fragen, um die Antwort ablesen zu können. „Was belastet mich eigentlich so dolle?“ Ist zum Beispiel eine entscheidende Frage. Dann horche in dich hinein, und warte auf die Antworten. Sobald Gedanken zu diesem Thema aufkommen, lass sie über die Leinwand laufen, damit du sie bewusst wahrnehmen kannst. Dir darüber bewusst zu werden, was in dir vorgeht, was dich belastet, ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Erst wenn du weißt, warum negative Gedanken da sind, kannst du etwas dagegen tun, eine Lösung finden, und nachhaltig Besserung eintreten lassen. Lieb zu sich selbst zu sein, in sich hineinzufühlen, und Ursachen mit Akzeptanz und Achtsamkeit zu beheben, ist nachhaltige Gedankenarbeit und der Weg zum Hier und Jetzt, in dem man mit sich im Reinen, dankbar und zufrieden ist.

Das klappt am besten draußen in der Natur...

wo es keine Ablenkungen gibt, du mit dir allein unterwegs bist und die frische Luft geniessen kannst. Die Natur ist ein hervorragender Helfer bei Kummer. Darum fotografiere ich sie so gerne, und darum sieht mein Blog auch ein bisschen aus wie ein Pflanzenratgeber – aber das ist nicht schlimm. Ich finde, die Bilder sorgen für das richtige Feeling 🙂 Zuhause ist es weitaus schwieriger, für sich selbst etwas Gutes zu tun, weil immer wieder Ablenkungen da sind, oder ein schlechtes Gewissen aufkommt anderen Personen im Haushalt gegenüber. Um seine Gedanken beobachten zu können, muss man sich mal zurückziehen. Im Alltag ist das aber schwer umzusetzen, weil man sich selbst dann möglicherweise nicht traut, einfach mal zur Ruhe zu kommen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, um Lösungen zu finden.

Horche in dich hinein, und du erhältst Antworten

Unterwegs zu sein, die frische Luft einzuatmen, und sich wirklich mal die kleinen Dinge da draußen anzuschauen, sich daran zu erfreuen, lässt dich das Leben spüren. Dankbar sein, hier sein zu dürfen. In solchen Momenten kann dein Kopf mal aufmachen, mal den ganzen negativen Kram rauslassen. Es wird so vieles abgespeichert jeden Tag, dass der Speicherplatz irgendwann voll ist. Negative Gedanken können ein Hinweis sein, ein Startsignal für dich, an einem Punkt im Leben angekommen zu sein, an dem man sich ein bisschen liebevoll um sich selbst kümmern muss.

Mal ein bisschen was abarbeiten

Der berühmte Rucksack, den man mit sich rumträgt, ist irgendwann zu schwer. Es reist sich besser mit leichtem Gepäck hat Silbermond schon so treffend gesungen! Und es stimmt! Es kommt ein Punkt, an dem der Körper es einfordert, weil er ÜBERFORDERT ist!

Es gibt einen wundervollen Weg, diese Bereiche im Kopf wieder leerzuschaufeln, in meinem Workshop Leben 2.0 – und diesmal glücklich ( erscheint demnächst ) behandele ich diese Methode sehr ausführlich, weil es definitiv zu einer Recycling Aktion kommen muss, wenn der Schädel so voll mit alten und neuen Sorgen ist, dass man nur noch bedrückt ist.

Hey, das Leben soll Spaß machen – wir haben doch nur dieses!

Und da das Gehirn immer nur am abspeichern ist, aber selten Zeit hat für ein Sortieren, ein Ausmüllen und Platz schaffen, um mal wieder ruhig schlafen und lächelnd aufwachen zu können, sollte man dies einmal ganz bewußt angehen. Aus Zeitgründen kann kaum jemand von uns sich eine derartige Auszeit nehmen. Auch mir ging es so, da ich zu dem Zeitpunkt, als bei mir der Stau im Kopf das erste Mal auftauchte, zwei kleine Kinder um mich herumlaufen hatte. Da bleibt nicht wirklich viel Zeit für sich selbst ( die wollte ich auch nicht als Vollblutmama ). Aber ich wollte diese häufig auftretenden negativen Gedanken loswerden – und fand quasi einen Teilzeitweg dafür.

Ich richtete mir eine feste Zeit am Abend ein, in der meine Kinder schliefen, und nutzte diese dreiviertel Stunde NUR FÜR MICH, um meinen Kummer auf diese Art und Weise abzuarbeiten, die ich „Schubladen“ getauft habe. In meinem Workshop beschreibe ich sie ausführlich.

Negative Gedanken ausfindig machen

Die Kinoleinwand in regelmäßigen Abständen zu üben, um negative Gedanken ausfindig zu machen, also Ursachen zu finden für die schlechte Stimmung, das bedrückt sein oder das Tief, in dem du dich gerade befindest, wird dir Bewusstheit bringen. Viele Menschen rennen mit negativen Gedanken durch den Tag, wissen aber auf konkrete Nachfrage hin keinen genauen Grund anzugeben. “Ach, ist doch alles Sch…e gerade!” ist die meistgefundene Antwort. Oder man meckert an allem rum, ist sich aber der Ursache für diese permanente Genervtheit gar nicht bewusst. Ein klares Signal dafür, sich mal dringend auf Ursachenforschung begeben zu müssen. Denn es hört sich absolut blöd an, aber die schlechte Stimmung am Morgen, die sich dann durch den ganzen Tag zieht, kann pure Gewohnheit, ein Glaubenssatz oder ein altes Muster sein.

Wie du diese alten Muster und Gewohnheiten los wirst, findest du im nächsten Artikel „Alte Muster und Gewohnheiten loswerden“