Akzeptanz lernen – zu innerer Ruhe kommen

Akzeptanz lernen – zu innerer Ruhe kommen

Unzufriedenheit, innere Unruhe, Wut auf das Handeln anderer Menschen in Deinem Umfeld, das alles ist Gift für Deinen Kopf, Deinen Körper und Deine Seele. Man kann sich total verrückt machen und keinen Tag mehr genießen mit diesen gedanklichen Unruhestiftern.

Machst Du morgens die Augen auf und fühlst Dich schon in der gleichen schlechten Stimmung wie am Vortag? Will sich diese miese Stimmung über den gesamten Rest des Tages nicht wirklich ändern? Das macht doch keinen Spass oder? Innere Unruhe ist absolut ungesund! Im schlimmsten Fall bekommt man Herzklabastern oder driftet langsam aber sicher in eine Depression. Nicht gut!

Es drohen fiese gedankliche Endlosschleifen, wenn Du auf Biegen und Brechen versuchst, andere Menschen zu ändern oder Dinge zu ändern, die nicht in Deiner Macht stehen! Weil Du Dich darüber ärgerst, was sie tun oder wie eine bestimmte Situation in Deinem Leben gerade ist. Viel leichter und vor allem glücklicher wird Dein Leben, wenn Du die Dinge und Menschen akzeptierst, und Änderungen an Deiner Einstellung zu dem was ist, versuchst.

Das klingt erstmal absurd für Dich. Vielleicht denkst Du auch gerade: „Pfff, wieso soll ich mich ändern?“

Du sollst Dich nicht für andere ändern...

… sondern Akzeptanz für Dich und Dein glückliches Leben schaffen

Dieser Blog heißt nicht umsonst „Mach doch was draus“! Dieser Seite soll Motivation für Dich sein, etwas Schönes aus Deinem Tag zu machen für ein glücklicheres Leben! Es gibt keine schlimmere Lebenszeitverschwendung, als sich über Tatsachen zu ärgern, die man nicht beeinflussen oder ändern kann. Es gibt nur einen Weg, sich bewusst zu machen, dass die Dinge nunmal so sind, wie sie sind, und dass man nur das ändern kann, was in der eigenen Macht steht.

Es gibt hier im Blog einen weiteren Artikel, dessen Überschrift lautet: „Menschen ändern sich nicht.“ Das ist der Punkt, den ich Dir hier verdeutlichen möchte, und die Tatsache gilt auch für Umstände, die durch andere herbeigeführt werden, die also nicht in Deiner Hand liegen. Sich dessen bewusst zu sein macht es möglich, damit zu arbeiten, und in der Situation, in der man sich befindet, trotzdem sein eigenes Wohlbefinden herzustellen.

Dazu erzähle ich immer wieder von meinem ABSOLUTEN Vorbild zum Thema Akzeptanz und innere Ruhe: Mein Kollege damals. Vielleicht hast Du schon von ihm gelesen in meinem Ratgeber „7 Dinge, die Du sofort ändern kannst“ mit Selbstliebe und Achtsamkeit glücklicher leben ( gibt es hier im Blog kostenlos ).

Akzeptanz pur - Mein Vorbild für „im Moment sein“

Er war nicht nur die Ruhe in Person, auch wenn der 3478ste Kunde genervt vor ihm stand, und schnell bedient werden wollte. Er blieb ruhig. Und bitte nicht verwechseln mit einer wandelnden Schlaftablette! Nein, er blieb einfach in jedem Moment voller Ausgeglichenheit und Akzeptanz. Er war immer nett, und beantwortete jede weitere Nachfrage eines Kunden mit der gleichen freundlichen Ruhe wie die Erste. Die anderen Kollegen und ich standen nicht selten bewundernd vor ihm, und fragten uns, wie er es schaffte, absolut NIEMALS schlechte Laune zu bekommen oder genervt zu sein, oder keine Lust zu haben, freundlich zu sein. Er schien absolut mit sich im Reinen und voll im Moment zu sein. Mit Überzeugung! Es war nicht gespielt! Er lebte mit der 100%igen Akzeptanz für den Moment. Auch wenn wir auf der Arbeit waren, und dort bei uns allen anderen nicht selten Gedanken aufkammen wie: „Boah, ich habe heute einfach keine Lust, da hinzugehen!“ So etwas gab es bei ihm nicht:)

Diese Erfahrung ist jetzt über zwanzig Jahre her. Ungefähr genauso lange beschäftige ich mich mit den Themen Achtsamkeit, Selbstliebe, und mit dem Leben im Moment. Im Hier und Jetzt zu sein, mit Akzeptanz und Respekt dem gegenüber, was gerade ist.

An zwei Tagen kannst Du nichts ändern: Gestern und Morgen...

…aber heute kannst Du anfangen, Dinge zu ändern, die Dich stören, und damit verhindern, dass Dir diese Gedanken einen glücklichen Tag verhageln.

Es bedarf ein bisschen Übung, einen Gedanken zu finden, der Dich immer wieder zurückholen kann in dieses positive Empfinden. Zu diesem Zweck habe ich ein festes Bild immer wieder vor Augen, wenn ich mich selbst mit bedrückter Stimmung oder Unzufriedenheit im Kopf erwische. Es ist genau dieser liebe Kollege, an den ich mich erinnere, und mir damit wieder diese innere Ruhe und Freundlichkeit allem gegenüber zurückhole. Dir selbst bewusst zu machen, dass Du gerade jetzt wieder ganz schön weit abgedriftet bist von deiner ursprünglich geplanten guten Laune, muss ein einziges Mal richtig angewandt werden. Danach kannst Du es immer wieder abrufen – es funktioniert!:)

Ein einziger Gedanke ruft meistens weitere Bilder ins Gedächtnis

Ich rufe mir diesen extrem achtsamen Menschen in diesem einen Moment, den ich mir gemerkt habe, ins Gedächtnis. Dabei handelt es sich nur um eine Sekunde. Ein Bild, in dem er sich gerade in der Beratung mit einem Kunden befindet. Dieses eine Bild löst immer wieder dasselbe Gefühl in mir aus wie damals, als ich es live erlebt habe. Und genau dieses Gefühl löst die Korrekturen in meiner Denkweise aus, die ich mir selbst antrainiert habe. Heißt: Wenn ich schlechte Laune habe, aktiviere ich mit einem einzigen Bild eine Kette an gedanklichen Reaktionen, die mich wieder in die Akzeptanz holt. Diese wiederum läßt meine innere Unruhe verschwinden.

Suche Dir Dein „So möchte ich gern sein“ Bild

Das kann wie bei mir ein Mensch sein, an dem Du vielleicht eine Charaktereigenschaft sehr magst, natürlich kann diese positiven Gedanken auch ein Gegenstand, ein Hörbuch, eine Erinnerung, oder der Anblick der Natur in all’ ihrer Schönheit sein. Der Anblick sollte Dir ein bestimmtes Bild in Erinnerung rufen, welches Dich in die Akzeptanz zurückholt, wenn Du mal wieder an die Decke gehen könntest.

Für eine leichtere Umsetzung gerade am Anfang, lies Dir, wenn Du magst, auch den Artikel „ Perspektivenwechsel“ durch. Ein wundervolles Werkzeug, das Dir hilft, Bewusstheit in Dein Leben zu bringen.

Übertrage dieses Gefühl in alle Lebensbereiche

Den ersten Schritt, innere Unruhe oder schlechte Laune loszuwerden, hast Du jetzt vorliegen. Der zweite Schritt führt in die Selbstbestimmtheit. Wenn Du einmal einen Perspektivenwechsel versucht , also Dich und Dein Leben mit allem, was dazu gehört, mal neutral von außen betrachtet hast, wirst Du bestimmt die Auslöser gefunden haben, die für Deine schlechte Laune sorgen. Zwei Möglichkeiten hast Du nun, um selbstbestimmt zu leben:

  1. Du akzeptierst die Dinge, wie sie sind

  2. Du änderst das, was Du ändern kannst, um das Ärgernis aus der Welt zu schaffen

Ein Beispiel:

Dein Nachbar stört Dich ganz schrecklich. Er ist laut, donnert die Türen zu beim Verlassen des Hauses, oder hört permanent laute Musik. Da es tausend Gründe gibt, warum man sich tierisch über seine Nachbarn aufregen kann, nenne ich hier nur mal diese paar Möglichkeiten – Du weist ja, was ich meine:)

Möglichkeit 1:

Du akzeptierst Deinen Nachbarn, so wie er ist. Menschen ändern sich nicht in Ihren Grundlagen, solange sie selbst nicht das tun, was Du gerade für Dich tust:) Gehe aber niemals davon aus, dass Du Deinen Nachbarn dazu bewegen kannst, sich zu ändern. Er hat keinen Grund dazu, weil es ja nicht sein Problem ist, dass Dich sein Lärm stört. Weißt Du was ich meine? Es besteht für ihn kein Handlungsbedarf, weil die Tatsache, dass Dich der Krach nervt, keine Motivation für ihn darstellt, sich zu ändern. Viel einfacher ist es, solche Situationenals gegeben anzunehmen, und selbstbestimmt zu leben. Wenn die Tür nebenan das nächste Mal zuscheppert, versuche es mal mit einem Lächeln zu sehen, anstatt Dich aufzuregen. „Er ist halt, wie er ist, Dein lieber Nachbar.“ Daran lässt sich nichts ändern. Akzeptieren und annehmen anstatt sich zu ärgern, ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Suche doch einmal ein paar Beispiele, wann Du vielleicht schon einmal laute Geräusche gemacht hast, die Deine Nachbarn gestört haben könnten? Perspektivenwechsel hilft da manchmal Wunder! In vielen Gesprächen mit genau diesen Problematiken habe ich dann immer wieder die Menschen, die sich über andere geärgert haben, gefragt, ob sie die anderen nicht auch manchmal ärgern. Nach dem ersten: „Nein, ich verhalte mich immer vernünftig!!!“ kam nach ein paar Minuten dann doch ein „Ja, stimmt, ich bin auch kein Engel:)“ oder ein ähnlicher Satz.

Ich habe es für mich selbst noch etwas krasser formuliert, als ich nach meiner Trennung noch monatelang wütend war über das Verhalten meines Ex-Partners. Ich habe mich immer wieder reingesteigert, wie blöd er war, und dass ich unter seinem Verhalten zu leiden hatte. Bis ich irgendwann zu mir selbst gesagt habe: „Komm, 50 / 50. Wir waren beide oft genug doof dem anderen gegenüber, ich habe mich auch nicht immer richtig verhalten! Ihm ging es manchmal auch nicht besser wegen mir!“

Und plötzlich passiert etwas Wunderbares in Deiner Gefühlswelt: Es fängt an zu sacken! Ein Thema, wegen dem Du Dich laufend aufgeregt hast, fühlt sich plötzlich „erledigt“ an. Es kann dann endlich gut und abgeschlossen sein.

Gleiches geht auch mit Deinem nervigen Nachbarn. Entscheide Dich doch einfach dafür, ihn so zu akzeptieren, wie er ist. Nimm es mit Humor, dass er es aus irgendwelchen Gründen in seinem Leben nie gelernt hat, eine Tür leise zu zu machen. Es wird einen Grund dafür geben, warum er so laut ist. Vielleicht ist es ihm gar nicht bewusst, vielleicht macht er es nicht mit Absicht, und motzt nur zurück, wenn man ihn darauf anspricht, weil ihm nicht bewusst ist, wie er auf andere wirkt. Das fragen sich übrigens leider viel zu wenige Menschen! Würden Sie es tun, und sich ein bisschen mehr selbst von außen betrachten, würde ihnen ein bisschen bewusster werden, dass jeder von uns seine Macken hat, gäbe es wesentlich mehr Harmonie in dieser schönen Welt!

Positive Veränderungen an Dir schaffen ein positiveres Umfeld für Dich

Du hast bestimmt schon einmal davon gehört: Veränderungen im Inneren schaffen Veränderungen im Außen! Das ist die gute Nachricht:) Zeigst Du den Menschen, dass Du sie akzeptierst, wie sie sind, wirst Du feststellen, dass Du auch andere Reaktionen von ihnen bekommst, als Du es gewohnt bist. Dabei gilt : Je mehr, desto mehr. Probier’ es doch einmal aus. Es wird zu einer Win Win Situation, wenn man Gelassenheit, Ruhe, Akzeptanz und Achtsamkeit einkehren lässt. Zum einen wird es Dir durch das Wegfallen der Unzufriedenheit gesundheitlich besser gehen. Mit der Welt und mit sich im Reinen sein, Dankbarkeit für das Leben und für die Dinge, die man hat, einkehren zu lassen, erschafft ein ganz neues, wundervolles Lebensgefühl. Statt Unruhe und Unzufriedenheit macht sich Gelassenheit, Dankbarkeit und die Liebe zum Leben breit. Schraub einfach mal einen Gang zurück. Reg’ Dich nicht über die Dinge auf, die Du nicht ändern kannst.

Außerdem hast Du ja immer die Wahl, wenn Du selbstbestimmt lebst – Du kannst ja auch umziehen, wenn Du Dich zuhause nicht wohlfühlst. Das wäre dann die zweite Variante: Aktiv eine Änderung herbeiführen, um die Dinge aus der Welt zu schaffen, die dich nerven. Sicherlich ist das dann mit einem Aufwand verbunden, aber es ist selbstbestimmtes Leben. Das ist immer anstrengender, als zu erwarten, dass Dinge, Sachverhalte oder Menschen in Deinem Umfeld sich ändern. Aber dieser Weg führt nicht in negative Endlosschleifen in Deinem Kopf, nicht zu Unzufriedenheit und Ärger, sondern zu einem guten Gefühl, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und aktiv für Dein glückliches Leben zu ändern.

Egal ob Du Akzeptanz einkehren lässt, und Deinen Nachbarn so nimmst, wie er ist, oder umziehst, um ein friedlicheres Umfeld für Dich zu schaffen. Vielleicht ist der Ortswechsel sogar frischer Wind für Dein Leben. Vielleicht birgt diese aktive Änderung für Dich eine Inspiration, neue Wege auszuprobieren, Dich selbst besser kennenzulernen, von Belastungen zu befreien oder einfach mal wieder durchatmen zu können. In diesem Fall wäre übrigens auch Akzeptanz die treibende, positive Kraft: Du akzeptierst und respektierst in diesem Moment nämlich Deinen Wunsch nach Ruhe zu Hause, und führst proaktiv eine Änderung herbei. Das steigert wiederum Dein Selbstvertrauen und Deinen Selbstwert.

Dein Leben wird selbstbestimmter!

Fühl’ mal in Dich hinein: Wie möchtest Du sein? Welche Charaktereigenschaften möchtest Du für Dich als Eigenschaft besitzen? Wenn Du sie geortet hast: Lebe Sie:) Du kannst Dein Leben wunderbar frei und selbstbestimmt gestalten. Sich von äußeren Einflüssen den Tag verhageln zu lassen ist passiv, negativ und nicht selbstbestimmt. Das alles führt nur zu schlechter Stimmung wie eingangs beschrieben. Akzeptierst Du die Dinge, die Du selbst nicht beeinflussen kannst, nimmst sie also als gegeben hin, und respektierst sie, dann wirst auch Du akzeptiert und respektiert.

Akzeptanz macht Dich frei von allem, was Dich belastet

Nehmen wir doch das Beispiel von eben noch einmal auf:

Du entscheidest Dich wieklich dafür, umzuziehen, weil Du nicht mehr genervt werden möchtest.

Vielleicht fallen Dir im Zuge dieser Gedanken noch weitere Dinge zuhause auf, die Dich eigentlich sowieso stören. Kann ja sein, dass der Nachbar nur der eine Tropfen ist, der das Fass zum überlaufen bringt, weil Du Dich an sich nicht mehr wohl fühlst. Du ziehst es also Dir zuliebe tatsächlich durch, und findest eine wunderschöne neue Wohnung oder ein Haus, indem du so richtig ankommst, morgens mit einem Lächeln aufwachst, frei atmen kannst, und wo Dich neue Inspirationen plötzlich auf ganz neue Wege führen! Ist das nicht ein schöner Gedanke? Das Leben geniessen können, sich frei strampeln von Belastungen, und dankbar zu sein für das, was in diesem Moment ist.

Sei lieb zu Dir – Du bist gut so wie Du bist

Mit Akzeptanz, Achtsamkeit ( wie geht es mir? ), Respekt, Dankbarkeit und ein bisschen Demut schaffst Du Dir Werte im Leben, die Dir Selbstvertrauen geben, Deine Wertigkeit heben und sich von innen nach außen übertragen. Wenn Du magst, versuche einfach mal, Akzeptanz nach dem oben genannten Beispiel in Dien Leben einfließen zu lassen. Egal ob im Job, im Privaten oder wo es gerade Unzufriedenheit Deinerseits gibt. Akzeptanz ist der Schlüssel zur Zufridenheit:)

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